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Sie sind verantwortlich für das Recruiting? Aber die Suche nach neuen Mitarbeitern ist bei Ihnen wie die Suche nach Wasser in der Wüste? Viele Firmen tun sich schwer, ihre offenen Stellen zu besetzen.

An diesem Punkt sind Sie auch? Dann ahnen Sie sicherlich, dass Sie einen neuen Recruiting-Kanal erschließen müssen. Wie wäre es mit Mitarbeiterempfehlungen? HR-Experten und Unternehmen preisen Mitarbeiterempfehlungen als Wundermittel im Recruiting an – und viele Studien aus Bewerbersicht geben der Einschätzung Recht.

Inhaltsverzeichnis

> Mitarbeiterempfehlungen setzen auf Vitamin B

> Ist alles Gold, was glänzt? Mitarbeiterempfehlungen auf dem Prüfstand

> Ideales Recruiting dank Mitarbeiterempfehlungen

> Erfolgreiches Mitarbeiterempfehlungsprogramm: So funktioniert‘s

1. Ist-Aufnahme
2. Potenzialanalyse
3. Festlegung der Stakeholder
4. Interne Kommunikation
5. Talent Scouts fördern

Mitarbeiterempfehlungen - Skillgainer

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Der Recruiting-Hit: Mitarbeiterempfehlungen!?

Wieso stehen Mitarbeiterempfehlungen so hoch im Kurs? Ganz einfach: Sie sind ein zeit- und kostengünstiger Weg, um mit vorhandenen Ressourcen neue Mitarbeiter zu finden.

Schade ist nur, dass viele Anbieter einer Empfehlungs-Software die erwartbaren Ergebnisse nur schlecht kommunizieren. Das schreckt diejenigen, die ganz genau hinsehen, schnell ab. Denn niemand investiert gerne hohe Summen in etwas, dessen Wirkung und Erfolg er nicht einschätzen kann.

Wir bringen Licht ins Dunkel. Im Folgenden erfahren Sie daher, was Sie mit Mitarbeiterempfehlungen erreichen können und wie Sie mit Empfehlungen an neues Personal kommen. 

Mitarbeiterempfehlungen setzen auf Vitamin B

Mitarbeiterempfehlungen machen sich die Netzwerke Ihres Personals zunutze. Ihre Mitarbeiter fungieren in ihren privaten Kreisen als Botschafter Ihres Unternehmens.
Das tun die Mitarbeiter z.B., indem sie sie als Arbeitgeber während eines Abendessens mit ehemaligen Kommilitonen, bei einer Familienfeier oder im Fitnessstudio mit Freunden weiterempfehlen. So überzeugen die Mitarbeiter ihre Kontakte sehr authentisch davon, sie als positiven Arbeitgeber wahrzunehmen und zu bewerben.

Professionell geht es nur mit Programm

In Situationen, wie oben beschrieben, können Empfehlungen ganz zufällig zustande kommen – auch ohne dass Sie etwas dafür tun. Die Betonung liegt aber auf “können” und “zufällig”. Möchten Sie aber sichergehen, dass Ihre Mitarbeiter Sie im Recruiting unterstützen, ist ein Mitarbeiterempfehlungsprogramm unerlässlich. Wir erörtern die Vorteile und Erfolgsfaktoren von Mitarbeiterempfehlungsprogrammen.

Direkte und indirekte Empfehlungen

In einem Empfehlungsprogramm empfehlen Mitarbeiter Ihnen ihre Bekannten, Familienmitglieder oder Freunde – natürlich mit deren Erlaubnis – für eine zu besetzende Stelle. Nicht nur die persönlichen Kontaktpunkte Ihrer Mitarbeiter helfen Ihnen beim Recruiting weiter. Indem Ihre Belegschaft die Stellenanzeigen in den eigenen sozialen Netzwerken teilt, fungiert sie ebenfalls als wertvoller Multiplikator.

Kleiner Tipp am Rande

Übrigens lässt sich das System der Mitarbeiterempfehlungen mit etwas Kreativität auch auf Ihre Kunden übertragen. Manche Unternehmen haben wenige Mitarbeiter, aber sehr viele Kunden. Auch diese haben Netzwerke und kennen Personen, die als Mitarbeiter in Ihr Unternehmen passen könnten.

Mitarbeiterempfehlungen auf dem Prüfstand

Empfehlungsmarketing spielt seit eh und je eine große Rolle in der Wirtschaft. Auch in Zeiten von Facebook, LinkedIn und XING vertrauen wir eher unseren Freunden als Unbekannten:

  • Laut einer Studie des Recruiting-Anbieters Softgarden haben 60 % der Befragten schon mal einen Job durch die Empfehlung eines Freundes bekommen.
  • Und über drei Viertel der Menschen glauben laut einer Befragung der TU München an die Aussagen ihres Bekanntenkreises über Unternehmen.

Butter bei die Fische: ein Rechenbeispiel

Konkrete Zahlen, was Sie mit Mitarbeiterempfehlungen erreichen können! Hier ein Rechenbeispiel für Sie:
Wir sind ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitern, das sechs neue Mitarbeiter gewinnen will.

1. Direkte Empfehlungen der Stammbelegschaft

Nehmen wir an, dass 30 % Ihrer Belegschaft bereit sind, Ihnen beim Recruiting zu helfen. Dann hätten Sie 15 sogenannte Talentscouts gewonnen.
Liefert Ihnen davon jeder z.B. zwei Empfehlungen, haben Sie 30 empfohlene Kandidaten. Da statistisch jede siebte Empfehlung zu einer Einstellung führt, könnten Sie so vier neue Mitarbeiter gewinnen.

2. Bewerbungen durch indirekte Empfehlungen

Gehen wir davon aus, dass Ihre 15 Talentscouts auch bereit sind, Ihre Stellenanzeige in den eigenen sozialen Netzwerken zu teilen, könnten Sie 5.115 User erreichen. Denn jede Person hat im Durchschnitt 341 Kontakte.
Schauen sich 20 % der Leser den Beitrag genauer an und 5 % bewerben sich, hätten Sie 51 neue Bewerbungen.
Die 1:7-Quote von Empfehlungen zu Einstellungen gilt im Social-Bereich nicht, stattdessen setzen wir 1:30 bei Bewerbungen zu Einstellungen an. Also könnten Sie auf diesem Wege ein bis zwei neue Mitarbeiter gewinnen.

3. Direkte Empfehlungen aus dem Bewerberpool

Betrachten wir eine weitere vorhandene Ressource: Ihren Talentpool aus ehemaligen Kandidaten, Praktikanten und Auszubildenden. Auch aus diesem Pool können Sie Mitarbeiter oder Talentscouts gewinnen. Unser Beispielunternehmen hat 500 ehemalige Bewerber, Praktikanten und Auszubildende.
Davon könnten z.B. 5% Talentscouts werden. Geben diese 25 Talent Scouts ebenfalls zwei Empfehlungen ab, hätten Sie weitere 50 Empfehlungen.
Auch hier gehen wir von einer geringeren Einstellungsquote mit 1:30 aus, da diese Gruppe von Talentscouts nicht so genau weiß, wer ins Unternehmen passt. Aus den 50 Empfehlungen können Sie daher wieder ein bis zwei neue Mitarbeiter gewinnen.

Fazit: Mitarbeiterempfehlungen sind Gold wert

Wie Sie sehen, haben wir sehr moderat gerechnet, und dennoch sprechen die Zahlen für sich. Das Beispielunternehmen schafft es auf drei Wegen mithilfe von Mitarbeiterempfehlungen, sechs bis acht neue Mitarbeiter zu gewinnen. 

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Ideales Recruiting dank Mitarbeiterempfehlungen

Fragen Sie sich auch, was diese Erfolgsquoten von Mitarbeiterempfehlungen im Recruiting eigentlich bewirken? Zugegeben, das Prinzip ist einfach, aber wirkungsvoll. Dies sind die Gründe, warum Sie Mitarbeiterempfehlungsprogramme nutzen sollten:

Empfehlungen entsprechen unserem sozialen Wesen

Egal, ob Restaurants, Friseure oder eben Arbeitgeber: Empfehlungen werden geschätzt und haben eine enorm hohe Glaubwürdigkeit. Wer empfiehlt und so jemandem dabei hilft, etwas Positives zu erreichen (sei es einen guten Arzt zu finden, eine neue Serie zu gucken oder einen neuen Arbeitsvertrag zu unterschreiben), fühlt sich gut.

Ihre Mitarbeiter übernehmen eine Vorfilterfunktion

Ihre Mitarbeiter wissen dank der offenen und transparenten Kommunikation in Ihrem Unternehmen, wonach Sie suchen, und ziehen ungeeignete Kandidaten gar nicht erst in Betracht. So müssen Sie keine Zeit mit Bewerbungsgesprächen vergeuden, die von vornherein zum Scheitern verurteilt sind.
Durch die gefilterten Kandidaten Ihre Mitarbeiter rekrutieren Sie im Vergleich zu herkömmlichen Recruiting-Kanälen deutlich schneller und erfolgversprechender.

Die Kosten sind im Vergleich geringer

Eine Stellenanzeige in einer Internet-Jobbörse kostet Sie um die 1.000 Euro. Je nachdem wie lange die Stellenanzeige online ist, kostet ein Bewerber schnell mehrere tausend Euro. Dazu kommen Ihre Kosten für Bewerbungsgespräche etc. Personalvermittlungen verlangen durchschnittlich 20 bis 30 % des Jahresbruttogehalts Ihres neuen Mitarbeiters.
Selbst, wenn Sie Ihren Arbeitnehmern für Mitarbeiterempfehlungen eine Erfolgsprämie auszahlen, bleiben die Ausgaben bei Mitarbeiterempfehlungen meist im dreistelligen Bereich – und sind damit viel günstiger.

Die neuen Talente sind gekommen, um zu bleiben

In vielen Unternehmen herrscht seit und nach Corona eine hohe Fluktuation. Kommen die Neuen über Mitarbeiterempfehlungen, bleiben sie statistisch gesehen länger. Denn Ihre Mitarbeiter können ein viel realistischeres Bild vom Unternehmen geben als jede Stellenanzeige.

Entscheidet sich jemand nach einem solchen Gespräch, sich bei Ihnen zu bewerben, weiß er bereits, worauf er sich einlässt. Er erlebt keine unliebsamen Überraschungen, die zum Weggang führen können.

Außerdem: Gleich und Gleich gesellt sich gern. Sind Ihre Mitarbeiter engagiert, treu und fleißig, ist es wahrscheinlich, dass ihre Freunde es auch sind.

Erfolgreiches Mitarbeiterempfehlungsprogramm: So funktioniert‘s

Wenn Sie Mitarbeiterempfehlungen effizient nutzen wollen, sind diese Schritte unverzichtbar:

1. Ist-Aufnahme

An erster Stelle kommen die Zahlen, die Ihnen zum Überblick verhelfen:

  • Wie viele Mitarbeiter hat Ihr Unternehmen?
  • Wie groß ist das Team um die zu besetzende Position?
  • Wie lange dauert es durchschnittlich, bis Sie eine Stelle besetzen?
  • Wie hoch sind aktuell die Kosten beim Recruiting?

Diese Zahlen bilden Ihre Ausgangssituation.

2. Potenzialanalyse vom “Corporate Spirit”

Schätzen Sie hierfür, wie viele Ihrer Mitarbeiter Sie als Arbeitgeber empfehlen würden. Wie hoch ist der sogenannte “Corporate Spirit” – die Identifikation der Arbeitnehmer mit dem Unternehmen? Hat Ihr Personal eine starke Bindung zu der Firma? Wenn ja, haben Sie alles richtig gemacht.
Sehen Sie Verbesserungsbedarf, können Sie durch Employer Branding-Maßnahmen das Wir-Gefühl unter Ihren Angestellten stärken. Zu den erfolgreichen Strategien gehören z.B. die Einbindung der Mitarbeiter in Werbevideos und -kampagnen, die Analyse von gemeinsamen Werten und Stärken in Workshops und das Schenken von berufsbezogenen Weiterbildung.

3. Identifizieren Sie Ihre Stakeholder

Wer hat Interesse daran, dass Ihr Mitarbeiterempfehlungsprogramm in Fahrt kommt? Wer kann Ihnen dabei helfen, Ihre Angestellten zu motivieren, für Sie als Arbeitgeber zu werben?
Die Personalverantwortlichen sowie die Abteilungs- und Projektleiter sind wertvolle Schlüsselfiguren, wenn es darum geht, alle für Mitarbeiterempfehlungen zu begeistern. Ihre Stakeholder überzeugen Ihre Mitarbeiter, dass mitmachen Vorteile für alle bringt.

4. Interne Kommunikation

Obwohl der Begriff Mitarbeiterempfehlungen ziemlich vielen Menschen bekannt sein dürfte, liegt es an Ihnen, Ihrem Personal das Programm attraktiv zu erklären. Während eines Meetings mit der gesamten Abteilung oder in Einzelgesprächen klären Sie über die Vorteile dieser Methode auf.
Haben Sie vor, Geld- oder Sachprämien im Fall einer erfolgreichen Einstellung zu verteilen, scheuen Sie nicht, das zu kommunizieren.

Vergessen Sie nicht, im Laufe Ihres Programms den beteiligten Mitarbeitern regelmäßig Ihre Wertschätzung auszudrücken. Vielleicht laden Sie ein besonders engagiertes Team mal zum Essen ein. Lassen Sie sie außerdem wissen, wie der Status der Bewerbung ihrer Empfehlungen ist: Wurde die Empfehlung zum Gespräch eingeladen? Hat die Empfehlung überzeugt? Wird die Empfehlung eingestellt?

5. Talentscouts fördern

Während der Umsetzung Ihres Mitarbeiterempfehlungsprogramms merken Sie schnell, wer Ihrer Mitarbeiter sich engagiert. Machen Sie sie offiziell zu Talentscouts und fördern ihre Aktivitäten. Mit dieser offiziellen Bezeichnung fühlen sie sich dem Unternehmen noch verbundener.

Kati Kinzel
Author: Kati Kinzel