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Active Sourcing zum Recruiting: 5 Erfolgstipps

„Wir suchen Dich! Du bist verantwortungsvoll, teamfähig und hast mindestens 10 Jahre Berufserfahrung? Zu den vielseitigen und anspruchsvollen Aufgaben bei uns im Team gehören unter anderem …“

Sind Sie bei diesem 0815-Stellenangebot auch fast eingeschlafen? Dann geht es Ihnen wie vielen hoch qualifizierten Bewerbern, die sich von solchen Stellenanzeigen eher abgeschreckt als angesprochen fühlen.

Übrigens: kostenloses Wasser, Tee, Kaffee und Obst machen die Stelle nicht interessanter! Da fragt sich der Leser doch eher, ob das Unternehmen nichts Besseres zu bieten hat und der zuständige Personaler daher gezwungen war, diese einfallslosen Punkte aufzuzählen.

Vielleicht ist es auch für Ihr Unternehmen an der Zeit, ohne Stellenanzeigen wie diese zu rekrutieren!?

Inhaltsverzeichnis

> Wege abseits unkreativer Stellenanzeigen

> Active… was?!

> Führt Active Sourcing zum Recruiting-Erfolg?

> 5 Tipps für Ihr Active Sourcing
1. Das fehlende Puzzleteil finden
2. Mit Klasse statt Masse überzeugen
3. Viele Wege führen nach Rom
4. Beherzigen Sie den 10-Schritte-Plan
5. Fehler beim Active Sourcing vermeiden

> Aktives Recruiting
   – Alternativen zu Active Sourcing
– Digital Recruiting ist die Zukunft

> Personalvermittlung einschalten

Active Sourcing - Skillgainer

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Wege abseits unkreativer Stellenanzeigen

Wie schaffen Sie es dann, für Ihr Unternehmen den perfekten Mitarbeiter zu finden? Und diesen langfristig an die Firma zu binden? Eine Antwort darauf bietet Active Sourcing.
Was sich hinter diesem Begriff verbirgt und warum Active Sourcing so erfolgreich ist, erfahren Sie in diesem Artikel. Außerdem helfen wir Ihnen mit fünf wertvollen Praxis-Tipps dabei, Ihr neu gewonnenes Wissen direkt für Ihr Recruiting umzusetzen.

Active… was?!

Was Active Sourcing bedeutet, steckt bereits im Namen: Der Personalverantwortliche sucht zielgerichtet nach geeigneten Kandidaten und geht dann proaktiv auf diese zu. Klassische Stellenanzeige oder sonstige passive Methoden, um Bewerber anzulocken, gibt es hier nicht. Beim Active Sourcing nimmt der Recruiter stellvertretend für das Unternehmen die Zügel der Mitarbeitersuche selbst in die Hand.
Active Sourcing ist keineswegs ein neuer Trend. Bereits seit Jahrzehnten gehen gewitzte Personaler z.B. an Universitäten, stellen sich mit ihren Ständen auf die Fachmessen und werben so das Unternehmen.
Einige Vorstände engagieren extra Headhunter, die sich in Vollzeit der Suche nach den qualifiziertesten Kandidaten widmen, um diese direkt vom derzeitigen Schreibtisch abzuwerben. 

Führt Active Sourcing zum Recruiting-Erfolg?

Kurze Antwort: Ja. Aber Sie müssen sich nicht nur auf unser Wort verlassen. Es gibt genügend Studien, die den Erfolg von Active Sourcing belegen, wie etwa die Studie „Active Sourcing und Social Recruiting 2016“ Diese Studie wurde durch die Universität Bamberg im Auftrag der Jobbörse Monster umgesetzt.

Hier die Ergebnisse, zu der diese Studie kam, zusammengefasst:

  • Vier von zehn Unternehmen nutzen Active Sourcing.
  • In der IT-Branche wird bei mehr als jedem zweiten Angebot Active Sourcing eingesetzt.
  • 45 % der Bewerber bevorzugen die persönliche Ansprache durch ein Unternehmen.
  • 31 % der Teilnehmer haben sich nach direkter Ansprache beim Unternehmen beworben.

Deloitte, ein internationales Wirtschaftsunternehmen, hat 2018 zum sechsten Mal die „Human Capital Trends 2018” veröffentlicht. Auch hier finden wir den klaren Aufwärtstrend vom Active Sourcing, denn Personalgewinnung ist heute eines der zentralen Wirtschaftsthemen und wird es auch noch in den nächsten Jahren bleiben.

Dabei zeigt sich, dass mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen ihre Recruiting Strategie überarbeiten. Schließlich ist eine gezielte Kandidatensuche notwendig, um dadurch den qualifiziertesten Bewerber zu finden.

Post & pray: Beten gehört nicht ins Recruiting

Trotz moderner Recruiting-Kanäle wie z.B. Active Sourcing beharren viele Unternehmen auf dem alten System, Stellenanzeigen zu schalten, um dann einfach die Bewerbungen abzuwarten. In der Branche wird dies spöttisch „post & pray“ genannt.

Dabei wäre die Alternative so naheliegend und simpel: Selber aktiv werden, auf potentielle Bewerber zugehen und sich präsentieren. Das wird laut der Studie „Recruiting Trends 2018“ immerhin schon bei fast jeder zehnten offenen Stelle umgesetzt.

Und das empfinden auch die angesprochenen Kandidaten als großartig. Kein Wunder: Wem vermittelt es nicht große Wertschätzung, direkt für eine Stelle ausgewählt und angesprochen worden zu sein?

Die Vorteile von Active Sourcing

Sie kennen nun die Definition von Active Sourcing und wissen, dass diese Form der Rekrutierung sehr erfolgversprechend ist. Denn die Kandidaten reagieren äußerst positiv auf Unternehmen, die aktiv auf sie zugehen.

Doch das ist bei Weitem nicht der einzige, wenngleich doch der größte Vorteil von Active Sourcing. Experten halten folgende Punkte für weitere Vorteile, die wir in diesem Artikel nicht außer Acht lassen sollten:

    • Die Methode spart Zeit beim Recruiting, nach Fachmeinung bis zu 30 Prozent im Vergleich zu post & pray.
    • Mehrkosten für das Schalten von Anzeigen und/oder die längere Recruitingdauer werden eingespart.
    • Active Sourcing ist sehr effizient, da Unternehmen nicht erst ungeeignete Bewerber aussortieren müssen.
    • Es entsteht ein übersichtlicher und zugespitzter Kandidatenpool für die Stelle.
    • Active Sourcing erreicht sowohl Kandidaten auf aktiver Stellensuche als auch wechselwillige Arbeitnehmer, die (noch) nicht aktiv nach einer Alternative suchen.
    • Das längere Kennenlernen der Kandidaten ermöglicht einen besseren persönlichen Einblick, ob die Zusammenarbeit im Team funktionieren kann.

Doch auch Active Sourcing will gelernt sein, denn nur dann profitieren Sie vom maximalen Erfolg für Ihre Mitarbeitergewinnung. Daher unterstützen wir Sie im Folgenden mit wertvollen Tipps.

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5 Tipps für Ihr Active Sourcing

So langsam bekommen Sie Lust auf diese Art von Recruiting? Dann kommen unsere Skillgainer-Tipps genau zur richtigen Zeit.

1. Das fehlende Puzzleteil finden

Active Sourcing funktioniert nur, wenn Sie sich gut auf den Recruiting-Prozess vorbereiten. Das bedeutet, Sie überlegen sich vorab, wie das Profil eines optimalen Kandidaten aussieht. Daraus resultiert auch, wo Sie nach diesem suchen. Sie definieren quasi die Form des fehlenden Puzzleteils, was darauf abgebildet ist, bleibt aber offen.

Sie haben einen Kandidaten gefunden, der ins Profil passt? Dann gilt es nun, jenen Kandidaten richtig anzusprechen. Stellen Sie es sich vor, wie beim ersten Date. Wenn der Funke nicht sofort überspringt, wird es auch nichts. Potenzielle Kandidaten haben nämlich genug von allgemeinen Mails, die sie im Zweifel nicht einmal öffnen oder genauer durchlesen. Hier macht das Wissen den Unterschied:

Verstehen Sie die Anforderungen der offenen Stelle? Können Sie einschätzen, ob der potentielle Bewerber diese Anforderungen erfüllt und wie Sie diese formulieren müssen? Nein? Dann nutzen Sie unbedingt das Netzwerk innerhalb Ihres Unternehmens und die zukünftigen Kollegen des Kandidaten, um an dieser Stelle so genau wie möglich zu sein.

Die Kandidaten dürfen nur mit passgenauen Jobs angesprochen werden, alles andere verprellt sie. Aufgrund dieser ausführlichen Recherche wissen Sie nun genau, mit welchen beruflichen Projekten und Informationen Sie Ihre Anfrage spicken müssen, um das Interesse beim Kandidaten zu wecken. Nutzen Sie es!

2. Mit Klasse statt Masse überzeugen

Wir kommen nicht drumherum, das Offensichtliche einmal zu betonen: Hier geht es um Klasse statt Masse! Sie sprechen nicht Hunderte von Leuten wahllos an, sondern Sie suchen die Top Kandidaten für diese Position. Vergessen Sie daher Massenmails, 0815-Floskeln und austauschbare Argumente für Job und Arbeitgeber.

Seien Sie umgänglich und offen, sprechen Sie mit den Bewerbern auf Augenhöhe und zeigen Sie Ihrem Kandidaten, dass Sie sich für ihn interessieren.

Werden Sie kreativ!

und bieten Sie das gewisse Etwas, das Ihr Kandidat sich wünscht. Um zu wissen, was das bei dem jeweiligen Kandidaten ist, machen Sie Ihre Hausaufgaben: Nutzen Sie soziale Netzwerke und recherchieren Sie Infos.

Ihr Wunschkandidat liebt Hunde? Perfekt, bieten Sie ihm ein Büro, in dem er seinen vierbeinigen Liebling täglich mitbringen kann. Erwähnen Sie die naheliegenden Parks für schöne mittägliche Gassi-Runden. Ihr Wunschkandidat macht gerade eine Detoxkur? Erwähnen Sie unbedingt, dass Ihr Unternehmen die Gesundheit der Mitarbeiter wertschätzt und gerne aktiv die Entgiftungskur durch geeignete Smoothies, frisches Obst und Gemüse unterstützt.

Sorgen Sie so für eine individuelle Wohlfühlatmosphäre, in der Ihr Traumkandidat gerne arbeiten möchte.

3. Viele Wege führen nach Rom

Beim Active Sourcing gibt es nicht nur einen Weg. Kandidaten sind individuell, daher müssen Sie bereit sein, individuelle Wege zu gehen, um diese zu erreichen. Die Wege sind dabei im technischen Anspruch recht unterschiedlich.

Wir geben Ihnen nun einige Stichworte, um aufzuzeigen, welche Wege es beim Active Sourcing gibt:

Talentpool: Hier schwimmen Kandidaten, mit denen Sie bereits in Kontakt standen und die Interesse an Ihrem Unternehmen gezeigt haben.

Profile Mining: Nutzen Sie Filter, um in den sozialen Netzwerken passende Kandidaten zu identifizieren. Lesen Sie die Lebensläufe in Lebenslaufdatenbanken, um interessante Kandidaten zu finden.

Referral Sourcing: Die Kontakte Ihrer bestehenden Mitarbeiter werden hier zu einer Quelle für potenzielle Kandidaten. Die Websuche basiert auf Ähnlichkeiten. Es handelt sich also nicht um Empfehlungen, die die Mitarbeiter selbst aussprechen.

Harvesting: Hier ernten Sie nur in einem spezifischen Kanal alle Kandidaten ab, um sicherzustellen, dass Sie keinen passenden Kandidaten übersehen

4. Der 10-Schritte-Plan

Sie haben nun genug Informationen rund um Active Sourcing bekommen, um eine Ahnung von dem Potenzial für Ihr Recruiting zu erhalten. Doch von der Theorie in die Praxis – Wir zeigen Ihnen jetzt einen konkreten Ablauf in zehn zielgerichteten Schritten:

1. Erstellen Sie Ihre Active Sourcing-Strategie

2. Planen Sie Plattformen, Methoden, Werkzeuge sowie das Budget

3. Treffen Sie alle nötigen Vorbereitungen (bereiten Sie z.B. Schlagwörter vor, mit denen Sie potentielle Kandidaten ansprechen)

4. Erstellen Sie einen Zeitplan (mithilfe eines fixen zeitlichen Ablaufs behalten Sie den Überblick)

5. Erkunden Sie die Plattformen und lernen Sie die unterschiedlichen Tools kennen

6. Filtern Sie gemäß Ihrer Planung passende Kandidaten heraus

7. Prüfen Sie die gefundenen Kandidaten nochmals auf ihre Passgenauigkeit

8. Kontaktieren Sie mit individuellen Nachrichten alle geeigneten Kandidaten. Verwenden Sie die Schlagwörter aus Punkt 3

9. Halten Sie die Kommunikation mit den Kandidaten auf Augenhöhe aufrecht (erläutern Sie z.B. Details oder klären Sie offene Fragen)

10. Ziehen Sie Ihr Resümee: Wer ist ein geeigneter Bewerber für die offene Stelle? Wer ist ein Kandidat für Ihren Talentpool? Im Anschluss geht es mit den interessierten Bewerbern weiter, bis zur Einstellung Ihres Mitarbeiters, wie Sie es gewohnt sind.

Im Anschluss geht es mit den interessierten Bewerbern weiter, bis zur Einstellung Ihres Mitarbeiters, wie Sie es gewohnt sind.

5. Fehler beim Active Sourcing vermeiden

Bei all den Vorteilen von Active Sourcing steht und fällt diese Methode mit dem Fingerspitzengefühl des zuständigen Recruiters. Wenn sich dieser nicht in die Methode vertieft, diese nur teilweise anwendet oder gar falsch, kann das Unternehmen von dem Erfolg nicht profitieren. Daher benennen wir nun einige vermeidbare Fehler:

    • Personaler hat keine Motivation, Active Sourcing zu erlernen.
      Recruiter investiert keine oder nicht genug Zeit in die Vorabrecherche.
    • Recruiter hat keine Ahnung von der zu besetzenden Stelle und schreckt mit fehlerhaften Aussagen bzgl. des Jobs potenzielle Bewerber ab.
    • Personaler zeigt wenig Empathie und individuelles Interesse gegenüber den Kandidaten.
    • Recruiter tritt mit Kandidaten in Kontakt, ohne auf dessen Individualität Bezug zu nehmen.

Die vermeidbaren Fehler finden sich alle beim zuständigen Recruiter. Und diese Fehler treten zumeist nur auf, wenn sich diese Person mit der Methode nicht ausreichend auseinandergesetzt hat oder nicht motiviert ist. Für diesen Recruiting-Weg sind Fingerspitzengefühl, Empathie und Recherchefähigkeit gefragt!

Aktives Recruiting

Werden Sie mit Ihrem heute gewonnen Wissen noch einmal eine antiquierte Stellenanzeige schalten? Die Antwort lautet nein? Dann haben wir unser Ziel erreicht! Skillgainer hat es sich zur Aufgabe gemacht, aktives und vor allem kreatives Recruiting zu unterstützen.

Die Not in deutschen Unternehmen ist groß. Gute Mitarbeiter sind wichtig für den Erfolg eines Unternehmens und dementsprechend umkämpft. Gepaart mit der Arbeitslosenquote bilden vor allem Wechselwillige den Kandidatenpool für neue Mitarbeiter.

Genau deshalb ist es unverzichtbar, dass Recruiter neue Kanäle erkunden, die auch Wechselwillige auf der Passivsuche erreichen – aktiv werden ist daher Ihre Pflicht!

Alternativen zu Active Sourcing

Einen Wermutstropfen gibt es: Was übersetzt schlicht nach aktiver Mitarbeiterbeschaffung klingt, ist stellenweise doch sehr technisch. Ein Active Searcher nutzt zum Teil Big Data Auswertungen und sollte dafür die Suchmaschinen-Algorithmen verstehen. Suchen Sie sonst hier den Kontakt zu Ihrer Online-Marketing-Abteilung, diese sollte in den technischen Aspekten unterstützen können.

Nun sollten Sie selbst Ihre Wahl treffen: Wollen Sie Active Sourcing in Zukunft nutzen? Falls ja, können Sie sich bei der praktischen Anwendung am 10-Schritte-Plan aus Tipp 4 orientieren.

Ist Technik nicht Ihr Ding, können Sie auch einen anderen Recruiting-Kanal mit aktiver Ansprache wählen. Wir empfehlen Ihnen Mitarbeiterempfehlungen. Hier übernehmen Ihre Mitarbeiter die aktive Ansprache von Freunden und Bekannten, die zur Stelle passen.

Dieser Weg entlastet Sie und schafft eine viel größere Reichweite, als wenn Sie alleine aktiv suchen. Indem Ihre Mitarbeiter Ihre Stellenanzeigen in die sozialen Netzwerke tragen, findet auch hier Recruiting in Form von Empfehlungsmarketing via Internet statt.

Kati Kinzel
Author: Kati Kinzel