2.2. Selbsterkenntnis aufbauen

Der erste Schritt besteht aus sorgfältiger Grundlagenarbeit. Die Aufgabe: Klären Sie die eigene Historie und Lebenssituation. Führen Sie sich vor Augen, wer Sie sind. Erarbeiten Sie Ihre bisherigen Autopiloten im Kontakt mit anderen Menschen.

Diesen ersten Schritt können Sie im Abstand von Monaten, ganz nach eigenem Ermessen, wiederholen.

Übung: Ihre aktuelle Lebenssituation

Schreiben Sie Ihre Lebenssituation auf. Was haben Sie erreicht? Was fehlt Ihnen? Was macht Ihnen Probleme? Machen Sie eine Liste Ihrer Probleme und Ihrer größten Errungenschaften. Bleiben Sie nicht nur auf der materiellen Ebene, nehmen Sie Körper, Seele, Privates und Finanzielles auf. Schauen Sie in alle Bereiche.

Übung: Ihre größten Emotionen

Erstellen Sie eine Liste der größten Gefühle der letzten Monate oder des letzten Jahres. Was hat Sie besonders bewegt, berührt oder in Wallung gebracht? Positiv wie negativ. Was ärgert Sie immer wieder? Was können Sie nicht vertragen?

Übung: Akzeptieren Sie Emotionen

Erstellen Sie eine weitere Liste: Was sind Ihre schwierigsten wiederkehrenden emotionalen Situationen? Was gibt Ihnen positive Energie bei der Arbeit?

Was nimmt Ihnen die Energie bei der Arbeit? Lesen Sie sich Ihre Liste selbst vor. Können Sie auf ruhige Weise akzeptieren, wie Sie sind? Oder regt sich in Ihnen etwas? Ärger? Ängste? Markieren Sie auf Ihrer Liste, was welche Gefühle auslöst.

Jedes Ihrer Gefühle ist in Ihrem mentalen Informationssystem wertvoll. Emotionen übertragen wichtige Informationen an Ihr Ich – aber keine Befehle. Sie müssen also nicht automatisch etwas Bestimmtes tun, nur weil Sie wütend oder ängstlich werden.

Schauen Sie nach ein paar Wochen wieder auf Ihre Notizen und wenn sich beim Lesen ein Gefühl von Selbstvertrautheit einstellt, beginnen Sie damit, „sich selbst anzunehmen“. An der entsprechenden Entwicklung können Sie ablesen, dass Sie sich selbst schon besser kennen und allein dadurch Verhaltensmuster ihren zwingenden Charakter verlieren.