3.1 Typische Probleme & Lösungen

Ich mache mir in der Regel wenig Gedanken über mein Auftreten.

Wenn Ihr Verhalten nicht in den Kontext oder zum Gesprächspartner passt, löst das leicht Verwunderung oder sogar Ablehnung aus. Denken Sie also gezielt darüber nach, welches Verhalten wann angemessen ist und welche Signale Sie senden wollen.

Zu wenig Reflexion des eigenen Verhaltens und zu wenig Feedback kann dazu führen, dass sich Marotten oder Fehler einschleichen, beispielsweise die Angewohnheit, mit Stiften zu spielen oder beim Vortrag den Blick schweifen zu lassen. Das wird einem oft erst dann bewusst, wenn andere darauf hinweisen oder wenn das eigene Verhalten anhand einer Videoaufzeichnung reflektiert wird. Sorgen Sie also für regelmäßiges und auch durchaus kritisches Feedback.

Ich fühle mich in Gesellschaft anderer unwohl.

Wohlgefühl oder Unbehagen in der Gesellschaft anderer hat immer Ursachen. Je besser Sie diese Ursachen kennen, desto erfolgreicher können Sie in der Situation handeln. Nur wenn Sie wissen, was Sie stört, können Sie Ihre Partner darauf ansprechen und eine Änderung bewirken, damit Ihnen wohler ist.

Es fällt mir schwer, Menschen nicht nur nach dem ersten Eindruck zu beurteilen.

Es ist natürlich verkehrt, andere Menschen ausschließlich nach dem ersten Eindruck zu beurteilen. Niemand kann sich von der Magie des Augenblicks freimachen – ich kann mir allerdings bewusst machen, welche dominanten Faktoren ich bevorzugt bei anderen Menschen wahrnehme und wie sehr dadurch gegebenenfalls meine Wahrnehmung im Guten oder im Schlechten verzerrt wird. Ein zweiter Blick auf den anderen Menschen fällt dann vielleicht objektiver aus, mit mehr Offenheit für unterschiedliche und damit in der Summe aussagekräftigere Faktoren.

Ich erröte häufig und das ist mir sehr unangenehm. 

Erröten wird im Allgemeinen häufig mit Nervosität oder sogar Schuldbewusstsein gleichgesetzt. Viele Betroffene können allerdings wenig dagegen unternehmen. Manchmal hilft es, sich der besonderen Situationen oder der Partner bewusst zu werden, die häufiger zum Erröten führen. Zugrunde liegende Haltungen lassen sich bearbeiten, am besten mit professioneller Unterstützung. Manchen hilft es auch, sich wirksame Entspannungstechniken anzueignen – progressive Muskelentspannung zum Beispiel ist recht gut zu erlernen und in vielen Situationen einfach zu praktizieren. Vor kritischen Situationen können Sie dann mit gezielter Entspannung lockerer und selbstbewusster auftreten. Wenn Ihr Erröten durch übermäßige Anspannung bewirkt wird, können Sie es auf diese Weise leichter kontrollieren und damit abschwächen oder sogar verhindern. Gleichermaßen ist es hilfreich, Situationen wahrzunehmen und genauer zu analysieren, in denen andere Personen häufiger erröten. Das kann zum Verständnis dieser Menschen durchaus wichtig sein!

Es ist wie mit der körperlichen Fitness: Die größten Probleme entstehen, wenn Sie zu selten oder gar nicht trainieren. Körpersprache kann kontrolliert und kontrolliert eingeübt werden. Das Training zum gezielten Einsatz ausgewählter körpersprachlicher Elemente wird Sie sensibilisieren und Ihnen die Kommunikation mit anderen deutlich erleichtern. Ihr allgemeines Sozialverhalten verbessert sich. 

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