2.3. Motivieren

Geld ist keineswegs der einzige Anreiz; oft nicht einmal der wichtigste Aspekt, der Menschen zum Arbeiten bewegt. Stattdessen erhoffen sie sich von ihrer Tätigkeit auch die Befriedigung diverser anderer Bedürfnisse: körperliches Wohlbefinden, Sicherheit, sozialen Austausch, Wertschätzung und Selbstverwirklichung. Welche Aspekte jeweils im Vordergrund stehen, kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein, kann aber auch von der jeweiligen Lebensphase des Einzelnen abhängen. Im Folgenden werden Ihnen zunächst allgemeine Werkzeuge zur Mitarbeitermotivation vorgestellt. Im zweiten Schritt geht es dann um die Entwicklung individueller Motivationsanreize.

  • Führen Sie persönliche Gespräche. Sie bringen damit persönliche Wertschätzung zum Ausdruck und lernen darüber hinaus Ihr Team im Einzelnen kennen. Gelegenheiten dazu gibt es genug, zum Beispiel beim spontanen Smalltalk bei einer zufälligen Begegnung im Flur oder beim gemeinsamen Mittagessen in der Kantine. Wenn sich eine spontane Begegnung ergibt: Verzichten Sie darauf, reflexartig den Stand des aktuellen Projektes abzufragen. Je nach dem was passt, können Sie stattdessen auch mal Nebensächliches thematisieren: „Wie war Ihr Wochenende?“ Oder: „Haben Sie schon Pläne für den nächsten Urlaub?“
  • Würdigen Sie gute Ergebnisse. Wertschätzung freut jeden Mitarbeiter, kostet nichts und wird als Motivator völlig unterschätzt. Je mehr ein Mensch das Gefühl hat, dass seine Leistung gesehen und anerkannt wird, desto mehr holt er aus sich heraus.
  • Loben und kritisieren Sie konstruktiv, ehrlich und gerecht. Umso mehr Gewicht misst man Ihren Worten bei.
  • Schaffen Sie individuelle Motivationsanreize. Hier sind Kreativität, Sensibilität und Fingerspitzengefühl gefragt. Wenn es Themen gibt, die der fragliche Mitarbeiter häufig von alleine anspricht: Orientieren Sie sich daran. Baut er gerade ein Haus? Dann wird er sich über eine Bonuszahlung freuen. Hat er kleine Kinder, ist aber finanziell gut aufgestellt? Dann wird ihm vielleicht eher ein Freizeitausgleich entgegenkommen. Wirkt er abgespannt und besorgt? Dann bitten Sie ihn in einer ruhigen Minute in Ihr Büro und sprechen Sie ihn darauf an. Zum einen fühlt er sich dadurch wahr- und ernstgenommen, zum anderen zeigt ein solches Gespräch vielleicht auf, was diesem Mitglied Ihres Teams gerade fehlt.