2.3. Kriterien festlegen

Bei der Kriterienfestlegung beschreiben Sie lediglich den Optimalzustand. Beim Telefonverhalten wäre dies exakt das, was unter Stufe E steht. Dort sind vier klare, prüfbare und nachvollziehbare Kriterien genannt, die den Wunschzustand des Vorgesetzten widerspiegeln.

Aufgrund der zunehmenden Komplexität der Aufgabengebiete der Mitarbeiter reicht dies oftmals nicht aus. Das Ziel beispielsweise, eine Schulungsreihe erfolgreich durchzuführen, wird kaum in ein paar Sätzen beschrieben werden können. Dann ist die Kriterienliste von Ihnen entsprechend umfangreich zu gestalten.

Beispiel: Schulung

Nach der MS-Word-Schulungsreihe können alle Sachbearbeiter …

  1. Texte eingeben, markieren, bearbeiten und korrigieren.
  2. Texte mithilfe von Zeichen-, Absatz- und Seitenformatierung gestalten.
  3. mit Bausteinen, Autokorrektur und Rechtschreibprüfung umgehen.
  4. Kopf- und Fußzeilen erstellen.
  5. Tabellen und Grafiken in Texte integrieren.
  6. Vorlagensätze und Designs anwenden.
  7. Formatvorlagen nutzen, selbst erstellen, bearbeiten und löschen.
  8. anspruchsvolle Dokumentvorlagen erstellen und einsetzen.
  9. Serienbriefe unter Nutzung von Adressdateien erstellen.
  10. große Dokumente gliedern, Inhaltsverzeichnis und Index erstellen.

Bei der Messung des Zielerreichungsgrades orientieren Sie sich bei annähernd gleicher Relevanz der festgelegten Kriterien daran, wie viele der Kriterien erfüllt wurden.

Falls sich die aufgeführten Kriterien jedoch bezüglich ihrer Bedeutung stark unterscheiden, ordnen Sie ihnen einfach unterschiedliche Punktewerte zu. Bei dem nachfolgenden Beispiel wurde ein Kompetenzziel der Kriterienfestlegung und -gewichtung unterzogen.

Beispiel: Konfliktkompetenz

In diesem Beispiel sind 200 Punkte erreichbar. Das Ziel ist messbar. 

Bewertung

Das Verfahren der Kriterienfestlegung wird bei Aufgaben-, Verhaltens-, Entwicklungs- und Kompetenzzielen angewendet. Sie können es auch einsetzen, wenn der Nutzen eines Ergebnisses im Rahmen einer Projektzielvereinbarung gemessen werden soll. 

Die Methode der Kriterienfestlegung eröffnet Ihnen die Möglichkeit, auch negative Punkte in die Zielvereinbarung aufzunehmen. So kann nicht nur gewünschtes Verhalten, sondern auch das Unterlassen bestimmter Verhaltensweisen in die Zielvereinbarung aufgenommen und konkret gemessen werden.

Beispiel: Negativkriterien festlegen und gewichten

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