2.3 Das Rollout und die Umsetzung begleiten

Ziel der dritten Projektphase ist, dass die Mitarbeiter und Führungskräfte des Unternehmens das Leistungsentgeltsystem verstehen, akzeptieren sowie ziel- und regelgerecht umsetzen. Hierzu gehören das Informieren der Belegschaft, das Einarbeiten des Feedbacks aus der Organisation sowie das Qualifizieren der Führungskräfte und der Mitarbeiter. Daneben haben Sie die Qualität der erstmaligen Umsetzung durch begleitende Maßnahmen zu sichern.

Bei der Informationsveranstaltung für die Belegschaft obliegt dem Vorsitzenden der Unternehmensleitung die Darstellung von Anlass und Zielen des Leistungsentgelts. Danach stellen Sie das Verfahren und die Systematik vor. Rechnen Sie bitte nicht mit überschwänglicher Freude über das bevorstehende Leistungsentgelt, sondern eher mit den bei jeder Veränderung üblichen Widerständen. Die Mitarbeiter begeben sich erst einmal auf die Suche nach dem Haken daran. Weisen Sie auf die von der AG Internes Marketing und Schulung bereitgestellten Kanäle und Medien sowie auf die möglichst am Folgetag beginnenden Schulungen hin.

Auch in diesen Schulungen haben Sie Kenntnisse, Fähigkeiten und vor allem die Bereitschaft der Beteiligten zur engagierten, zielkonformen und regelgerechten Umsetzung weiter zu vertiefen. Zeigen Sie zunächst auf, welchen Nutzen das Leistungsentgeltsystem für die jeweilige Teilnehmergruppe bietet. Bilden Sie aus diesem Grunde keine bunt gemischten Gruppen, sondern qualifizieren Sie die Akteure top-down und Ebene für Ebene. Machen Sie die Teilnehmer mit dem Konzept vertraut und zeigen Sie Wirkungsmechanismen auf. 

Unterbreiten Sie schon in der Schulung das Angebot von Einzelcoachings. Geben Sie Hilfe zur Selbsthilfe, unterstützen Sie die Betreffenden, Leistungshemmnisse selbst zu erkennen und die erforderlichen Maßnahmen zur optimalen Entfaltung der eigenen Leistung bzw. der Mitarbeiter zu ergreifen.

Bei den Schulungen geht es indes nicht nur darum, unidirektional Wissen zu transportieren und die Teilnehmer zur Handhabung und Anwendung der Leistungsentgeltinstrumente zu befähigen. Fragen Sie gezielt Feedback ab. Bei der Konzeption nicht bedachte Aspekte treten nahezu unvermeidlich auf. Treffen Sie keine vorschnellen Einzelfallentscheidungen, sondern notieren Sie diese Punkte. Nach der Schulungsreihe trommeln Sie die betreffende AG zusammen, lassen übergreifende Lösungen erarbeiten und diese in den Gesamtkontext des Leistungsentgeltsystems einflechten. Fixieren Sie die Lösungen schriftlich und beschaffen Sie sich die Zustimmung der Betriebsparteien.

Begleiten Sie Ihre Schulungsteilnehmer bei der Umsetzung des Leistungsentgeltsystems in der Praxis. Überwachen Sie nicht nur das Ob, sondern auch das Wie. Die Terminschiene Ihrer Kontrollen ist davon abhängig, ob das Verfahren der Zielvereinbarung oder das der Leistungsbeurteilung zur Anwendung kommt: Bei der Zielvereinbarung sind von Führungskraft und Mitarbeiter zu Beginn der Beurteilungsperiode die Ziele festzulegen und zum Ende ist der Erreichungsgrad zu ermitteln. Bei der Leistungsbeurteilung erfolgt lediglich eine Bewertung am Schluss der jeweils festgelegten Periode.

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