2.2 Mimik positiv einsetzen

Einige Elemente unserer Körpersprache sind unabhängig von der Kultur, dies gilt besonders für unsere Mimik. Die sogenannten Basisemotionen Freude (Lächeln oder Lachen), Trauer (Weinen), Wut, Ekel, Überraschung oder Angst werden von allen Menschen nahezu gleich ausgedrückt und auch gleich interpretiert. Ein Beispiel für die gute und universelle Lesbarkeit unserer Mimik sind die beliebten Smileys. Komplexere Gesichtsausdrücke sind Mischungen der Grundformen. Grinsen beispielsweise ist eine Kombination aus leichter Drohung, Furcht und Unterwerfung. Die Wirkung dieser Kombi-Emotion kann dann vom Gegenüber als Verlegenheit, Schadenfreude oder auch Überheblichkeit wahrgenommen werden. 

Ganz wichtig sind die Augen – Blickkontakt wirkt besonders intensiv. Als Zeichen der Aufmerksamkeit erwarten wir (in unserem kulturellen Rahmen) von unserem Gegenüber in etwa siebzig bis achtzig Prozent der Zeit Blickkontakt. Wenn unser Gegenüber uns entsprechend lange und intensiv anschaut, nehmen wir wahr, dass er aufmerksam ist und uns akzeptiert. Zu wenig Augenkontakt wird als mangelndes Interesse oder bei Vorwürfen als Schuldgefühl ausgelegt. Wenn Sie Blickkontakt aufnehmen und längere Zeit aufrechterhalten, wirken Sie auf andere angenehm und freundlich. Ununterbrochener Blickkontakt kann jedoch als unangenehmes Anstarren verstanden werden. 

Das Wichtigste ist die positive Wirkung; also Lächeln Sie! Das ist der beste Weg, andere freundlich zu stimmen. Lächeln löst positive Reaktionen aus und stimmt Sie selbst froh. Sogar eine unverschämte Bemerkung wirkt gleich weniger aggressiv, wenn sie lächelnd vorgetragen wird. Lächeln und wichtige Themen dürfen durchaus kombiniert werden. Inhaltliche Tiefe und positive Gefühle lassen sich vereinbaren. Lächeln Sie doch einmal ganz bewusst. Sie werden sehen: Ihre Mitmenschen werden Ihnen freundlicher begegnen und auch Ihre eigene Stimmung steigt.

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